Ein Lied über Zensur – Halt den RANT

Dieser Beitrag ist ein Rant?!, wie er ja grade in der Blogosphäre so modern ist. Also im Prinzip ist er nichts mehr, als ein Stück Polemik mit Beleidigungen, aber ich habe mich bemüht auch interessante Fakten zu liefern.

In diesem Blog soll es ja nicht um Rollenspielthemen gehen, wird es auch nicht. Es geht um die Dummheit der Menschen, über Rezensionen und Zensur auf Grund eines Vorfalles, der zwar mit Rollenspiel zu tun hat, aber in jedem anderen Bereich auch hätte stattfinden können.

Ich will gar nicht näher auf den zugrunde liegenden Fall eingehen, weil er unerheblich ist und sich auch längst geklärt hat. Allgemein kann man sagen, jemand hat eine Meinungsäußerung verfasst. Stilistisch zwischen Schmähung und unsachlicher Polemik einzuordnen. Und nein, es geht nicht um ein Programm eines öffentlich rechtlichen Senders. Es handelte sich bei dieser Meinungsäußerung auch nicht um eine Rezension, es war bestenfalls eine negative Kritik über die Verlagspolitik, konkret wurde die These aufgestellt: Es würden zu viele Bücher veröffentlicht und dem Kritiker beschlich das Gefühl, dass nur noch die Leidenschaft gieriger Sammler befriedigt würde. Jetzt dachte sich der Verlag vielleicht: Ok, wenn der Kritiker dieser Meinung ist, dann gehen wir davon aus, dass es keine konstruktiven Reviews mehr geben wird, weil man ja zu dem Schluss kommen könnte, dass jede neue Veröffentlichung des Verlags ohnehin als überflüssig bewertet würde. Oder der Verlag sieht sich, die Arbeit seiner Mitarbeiter und/oder die Kaufentscheidung seiner Kunden herabgewürdigt. Vielleicht hat auch nur ein Mitarbeiter einen schlechten Tag gehabt, als die Entscheidung fiel, den Kritiker von der Liste für kostenlose Rezensionsexemplare zu streichen.
WHAT? Und von diesem Vorgang wider der Meinungsfreiheit erfuhren wir wiederum nur durch einen journalistischen Coup des, nennen wir ihn dramatischer Weise doch, KRITIKERS, der den Vorgang auf seinem Blog ans Licht brachte. Was nun folgte, war die Empörung einer ganzen Nation. ZENSUR, ZENSUR wurde vor dem Reichstag und in den Foren skandiert, doch bevor ich hier weiter schreibe, eine kleine Einführung darüber was Zensur eigentlich ist, bevor sich noch mehr Leute lächerlich machen.

Wir machen es ganz einfach und zum Nachvollziehen für Hohlbratzen:
Auf Wikipedia steht:

Zensur (lateinisch censura) ist der Versuch der Kontrolle der Information. Durch restriktive Verfahren – in der Regel durch staatliche Stellen – sollen Massenmedien oder persönlicher Informationsverkehr kontrolliert werden, um die Verbreitung unerwünschter oder ungesetzlicher Inhalte zu unterdrücken oder zu verhindern.Oftmals wenden totalitäre Staaten die Zensur verschärft an.

Quelle: Wikipedia

Obwohl sich einige Forennutzer die Mühe gemacht haben, Wikipedia zu Rate zu ziehen, sind sie über das erste Wort nicht hinausgekommen. Das ist traurig aber die Aufmerksamkeitsspanne in der Bevölkerung sinkt. Also es geht um die Kontrolle der Information. Dies wird erreicht durch Kontrolle des Informationsverkehrs von Massenmedien oder aber auch von Personen. Im konkreten Fall wäre die Information die Kritik, oder formulieren wir es nicht aufwertend gemeint, der Blogbeitrag bzw. künftige Blogbeiträge.
Dieser wird aber nicht kontrolliert, auch wird kein Einfluss auf künftige Beiträge genommen. Aber konstruieren wir einmal einen Fall in dem der Entzug von Geschenken zu einer Beeinflussung der Meinung führen würde… mir fällt keiner ein. Ah doch, wenn sogenannte Geschenke dazu dienen eine Meinung in eine Richtung zu bewegen, würde aber gegen die Bloggerethik verstoßen.
Aber abgesehen von der Tendenz des Artikels, wäre es doch ein Eingriff in die Meinungsvielfalt und doch Zensur!? Wenn Artikel nur auf Grund von Rezensionsexemplaren entstünden, wäre es ja Zensur da keine Artikel mehr veröffentlicht würden, wenn es keine Rezensionsexemplare mehr gäbe!? Ernsthaft? Also wenn eine Firma ihr Werbebudget streicht ist das Zensur, weil weniger Werbung im Fernseher läuft? Die Konsumgesellschaft weicht anscheinend die Hirne auf. Verlage geben aus zwei Gründen Rezensionsexemplare heraus:

  1. Weil es Werbung ist, selbst negative Stimmen führen dazu, dass die Produkte bekannt werden. Einzig berechtigte Verrisse sind wirklich schlecht (Und nein, der erwähnte Blogbeitrag ist kein Verriss)
  2. Weil der Verlag Feedback zu seinen Produkten erhält.

Wie die Gewichtung ist, ist von Verlag zu Verlag unterschiedlich. Allerdings sind Verrisse selten und selbst wenn es zu einem solchen kommen sollte, wäre es fraglich, ob der Rezensent keine Exemplare zur Begutachtung mehr bekommen würde.
Letztendlich sind Blogs nichts anderes als Litfaßsäulen, die mit selbst erstellten Anzeigen zugekleistert werden und die Blogger übernehmen diese Aufgabe auch gerne. Eine win-win-Situation, was dem einem Content ist dem anderen Marketing. Wenn jetzt, aus welchen Gründen auch immer, ein Verlag jemanden von seiner Liste für Produktproben streicht, ist dies keine Einflussnahme auf Inhalte, im schlimmsten Fall würde der Blog keine Kritiken zu der Produktreihe mehr veröffentlichen. ABER ich als Kunde habe das Recht auf Rezension! Nein! Man hat ein Recht darauf richtig vom Verlag über dessen Produkte aufgeklärt zu werden, man hat aber kein Recht darauf, dass ein Dritter mir seine Meinung zu dem Produkt mitteilt. Wohingegen man ein Recht darauf hat, seine Meinung zu einem Produkt zu äußern. Letzteres wurde nicht angegriffen.

Ein schlagendes, wenn nicht sogar totschlagendes Argument ist, dass so eine Praxis des Verlages beweisen würde, wie fern man doch seinen eigenen Kunden sei. Als ob man mit solchen Aussagen an die Kunde ist König oder Tyrann Mentalität appelliert und meint, ein Unternehmen gäbe dann sofort klein bei. Ist wie mit einigen Kindern: Wenn du mir die Süßigkeiten wegnimmst, hast du mich nicht mehr lieb! Ehrlich gesagt, wer jemanden vor die Stiefel scheißt, sollte keinen Arschkuss erwarten. Wer eine Aussage trifft die sich so ließt, als wären die Verleger geldgeile Säcke die keinen Anspruch an ihre Produkte stellen, darf sich auch nicht über eine entsprechende Reaktion wundern. Und nur weil ich ankündige jetzt mache ich nur Spaß, muss es nicht jeder lustig finden. Wer jetzt mit Böhmermann kommt zieht ne Schelle! Das dahinterliegende Problem erkenne ich. Es ist wahrscheinlich nicht mal böse Absicht. Leider nutzen immer häufiger Leute Ironie, Sarkasmus und fangen an zu polemisieren ohne dies als dezent eingesetztes Stilmittel zu verwenden. Dass dies aber nicht überall gleich gut ankommt, dürfte bereits bekannt sein, das Netz ist kein geeigneter Ort für Ironie, vor allem wenn sie nicht mal gut ist. Was ist aus den Zeiten geworden, als man seine Meinung ohne Überspitzungen vertrat und sie sachlich begründete? Dieser Text ist auch ein negativ Beispiel.

 

Buch vs. eBook

Buch vs. eBook

Heute war er in der Post: Mein neuer eBook Reader. Der alte war zwar noch in Ordnung, aber der Bedienkomfort konnte verbessert werden. Als ich mir vor ein paar Jahren meinen alten Reader kaufte, fragte ich mich, ob mir so ein Ding überhaupt nach Hause kommt. Nicht nur wegen Überlegungen, den lokalen Handel etc. zu unterstützen, auch wegen rein technischer Bedenken und auch aus ästhetischen Gründen. Bücher sehen nun einmal besser aus. Um das Weltanschauliche vorweg zu nehmen, den lokalen Buchhandel werde ich nicht retten können, davon bin ich überzeugt. Ich glaube auch nicht, dass es das Ende der Zivilisation wäre, wenn es weniger Buchhandlungen gäbe, aber das ist ein anderes Thema. Über die Technik machte ich mir damals mehr sorgen. Ein Buch kann man einfach lesen für einen eReader braucht man Strom, ein Netz und empfindlicher ist er auch. Aus heutiger Sicht war das eher unbegründet. Klar, ich brauche Strom, aber ich muss ihn nicht permanent aufladen. Der verbaute Akku hält ziemlich lange, er wird durchaus im Laufe seines Lebens immer schwächer, eine Woche hält er aber noch bei häufiger Nutzung durch. Ohne Licht kann ich auch kein Buch lesen, auch hier gibt es Einschränkungen. Ein Netz brauche ich überdies nur dann, wenn ich neue Inhalte haben möchte. Allerdings auch, wenn ein Firmware Update ansteht, kommt zwar nicht sehr oft vor, kann aber mal sein. Zuhause kein Problem unterwegs schon eher, hier muss man aber bedenken, dass man die Netzverbindung nur braucht, um neue eBooks zu laden. Im Urlaub hat man auch nicht alle Bücher bei sich oder kann sie überall kaufen, von daher ist es ausgeglichen, mit leichten Vorteil für den Reader, dort passen nämlich einige Bücher mehr drauf als in einen Koffer reinpassen.
Ein Buch braucht man nicht updaten, es geht auch nicht kaputt, wenn es mal herunterfällt. Allerdings gibt es einen massiven und gewichtigen Vorteil für das eBook und den eReader. Ich kann auf diesen kleinen schwarzen Ding mehr eBooks unterbringen, als Bücher in meinen Regalen. Das Platzproblem ist nicht zu verachten. Ich liebe Bücher, sie schaffen ein angenehmes Klima, dennoch ist es nicht von der Hand zu weisen, dass man als Bibliophiler über die Jahre einiges an Büchern zusammenträgt.

Was sind aber wirkliche Nachteile des eReaders? Die Vielzahl an Systemen! Ich betrachte das Ganze aus Sicht des Kunden. Für meinen eReader bin ich mehr oder weniger auf den Shop des Anbieters festgelegt. Möchte ich ein eBook mit anderen Format lesen, ist das nicht so einfach. Sollte ich mich für einen eReader eines anderen Herstellers entscheiden, kann ich mir im Zweifelsfall alle eBooks neu kaufen… Nein! Brauch ich nicht, man kann die Formate größtenteils umwandeln, ist aber mit Arbeit verbunden. Arbeit die man sich als Kunde gerne sparen würde. Die Frage ist auch, wie lange ich Zugriff auf meine Inhalte habe? Das hängt zum einen vom Fortbestand des Anbieters meiner eBooks ab zum anderen, dass der Anbieter mir Zugang zu meinen Inhalten gewährt. Sprich, wenn der Anbieter Pleite geht oder aus welchen Gründen mein Kundenkonto sperrt, kuck ich auf ein leeres Display. Inhalte können nachträglich auch geändert oder gelöscht werden, auch wenn die Anbieter versprechen dies nicht (mehr) zu tun.

Für mich überwiegen die Vorteile. Dabei sind es meist Klassiker oder selbst publizierte Werke, die den Weg auf meinen eReader finden, Ausnahmen bestätigen die Regel. Und Lektüre die ich mag, habe ich zusätzlich zum eBook ohnehin als physisches Buch. 100% Zufrieden bin ich aber nicht.

Like an Alien – Schönheitsideale im Kosmos

Inspiriert wurde ich zu diesem Artikel von Ryan Britt von Inverse. Im Prinzip geht es in seinem Artikel darum, warum Aliens so aussehen, wie sie aussehen. Und nicht ganz überraschenderweise liegt die Antwort in unserer Fantasie: Die wenigsten dürften einen Außerirdischen zu Gesicht bekommen haben.

Alien Prometheus
Foto: 20th Century Fox / Prometheus

In erster Linie schreibe ich hier also nur von Theorien, wie etwas sein könnte, was es nicht einmal bewiesenermaßen gibt. Wow. Und wenn wir über so etwas schreiben oder uns über so etwas Gedanken machen, spielt immer auch die Psychologie eine Rolle. Wie stellen wir Außerirdische dar? Ekelhaft, bedrohlich oder auch mal klein und knuddelig? Da hängt davon ab, was wir mit ihnen ausdrücken wollen. In der Quadrologie Alien erwarten wir eine ernsthafte Bedrohung und bekommen sie dann auch geliefert. Star Trek versucht logisch an die Sache zu gehen: Leben dürfte sich überall gleich entwickelt haben (wenn es sich denn außerhalb der Erde entwickelt hat), also dürfte es Dinge geben, die immer von Vorteil sind: Der aufrechte Gang, Arme, Beine und Finger zum Beispiel. Das in Star Trek 90% aller Völker aber wie Menschen mit minimalen Unterschieden aussehen, ist wiederum unwahrscheinlich. Star Trek möchte zeigen, dass wir in Zukunft mit einer Vielzahl von Völkern friedlich zusammenleben können, Schleim ist da nicht so schön.
Uns bleibt letztendlich nur die Vorstellung.

Alien

Da wir in absehbarer Zeit also kein Alien sehen werden, können wir uns vielleicht ein Bild von uns machen- in 100.000 Jahren zum Beispiel. Und das ist kein Witz. Die Methode basiert grob auf der Gesichtsrekonstruktion wie sie in der Forensik oder aber in der Archäologie Verwendung findet. Erstaunlich ist dabei, dass sich der menschliche Schädel so verformt wie bei kleinen grauen Männchen, die für uns ein Symbol für Außerirdische geworden sind.

Natürlich ist nichts sicher, schon gar nicht, ob wir in 100.000 Jahren noch existieren. Trotzdem ist es schon erstaunlich, dass wir graue Männchen mit hoher Stirn und großen Augen als Ikone für außerirdisches Leben nehmen und wir Menschen uns genau dorthin entwickeln. Oder hatte der Forscher das Bild von dem grauen Alien so sehr im Kopf, dass wir uns nur deswegen in diese Richtung entwickeln?

Cheers

 

Sie kennen mich vielleicht…

Schreibmaschine

…aus Blogs wie Gelbe Zeichen, mein Name ist Troy McClure. Oder so ähnlich. Ein zweiter Blog kann nie schaden, hier geht es nicht um Pen&Paper sondern nur um Phantastik, Horror und Moderne Märchen (Urban Legends) in Filmen, Büchern und im Netz. Und vielleicht auch ein wenig um mich 🙂
Beim Schreiben drüben hatte ich manchmal tolle Ideen, die aber relativ wenig mit dem Rollenspiel zu tun hatten und ständig eine Verbindung zu konstruieren ist weniger schön, also hab ich mir noch eine Domain aus meinem Portfolio geschnappt und WordPress aufgesetzt. Künftig wird also strikt getrennt: Rollenspiel dort, alles andere hier. Finde ich persönlich auch besser.

Womit fangen wir an? Die bisherige Aufteilung bleibt bestehen, also es wandern keine Artikel hier herüber. Hier schreibe ich künftig über die Literatur der Angst, über Filme und interessante Geschichte, die fürs Rollenspiel benutzt werden könnten, wenn man es denn wollte.
Warum jetzt überhaupt ein zweiter Blog?  Sehr gute Frage. Wahrscheinlich weil ich auf den Zeichen wieder mehr über das Rollenspiel schreiben will und ich trotzdem auf die anderen Sachen nicht verzichten mag. Ich bin da sehr ordnungsliebend was Blogthemen angeht 🙂

Cheers